Bye Bye Gassi-Stress: So werden eure Spaziergänge entspannter!
Es ist ein strahlender Morgen. Die Sonne scheint, der Hund sitzt erwartungsvoll an der Tür, und du freust dich auf eine entspannte Runde durch den Wald. Die Welt könnte so einfach sein – ihr zwei, frische Luft, ein bisschen Bewegung, und alle sind happy.
Doch dann passiert’s: Dein Hund schießt wie eine Rakete aus der Tür, zieht wie ein Traktor an der Leine und markiert jeden Grashalm. Jede Hundebegegnung wird zur Nervenprobe, und du fragst dich: Warum ist das alles so anstrengend?
Aber keine Sorge, es gibt Hoffnung! Mit ein paar gezielten Tipps könnt ihr eure Spaziergänge in entspannte Quality-Time verwandeln. Schritt für Schritt. Pfote für Pfote.
- Hektischer Start? Nicht mit euch!
Montagmorgen, du hast 100 Dinge im Kopf, und dein Hund platzt schon vor Vorfreude. Du schnappst dir hektisch die Leine, die Tür fliegt auf, und dein Hund schießt wie ein Torpedo los. Der Spaziergang beginnt chaotisch, und das bleibt auch so.
Warum der zu schnelle Start ein Problem ist:
Wie der Spaziergang startet, so wird er meistens auch verlaufen. Dein Hund spürt deinen Stress und schaltet direkt in den „Action-Modus“. Ein hektischer Anfang legt den Grundstein für einen unruhigen Spaziergang, inkl. Hibbeligkeit, Wusel, Hektik und Stress.
Mein Tipp: Starte entspannt in euren Spaziergang.
Starte ruhig. Atme tief durch, bevor ihr losgeht. Lass deinen Hund zur Ruhe kommen, bevor ihr überhaupt die Tür öffnet. Keine hektischen Kommandos, kein „Jetzt schnell raus!“
Mach dir Ruhe, gerade am Anfang zur Gewohnheit.
Und damit meine ich nicht, dass du deinen Hund sitzen lassen sollst und im nächsten Moment mit einem „ok“ den Startschuss gibst.
Ganz wichtig. Anstatt auf solche Signale wie „Sitz“, „Platz“ oder „Bleib“ zu verharren, warte einfach. Mach alles in Slow Motion. Setz vielleicht einfach nur eine Grenze an der Türschwelle. Atme ganz bewusst ganz tief ein und aus. Achte auf Ruhe und nicht nur auf die korrekte Ausführung der Signale. Ja die korrekte Ausführung von Signalen ist auch wichtig, aber wichtiger ist, dass auch du Ruhe ausstrahlst.
Ich weiß im Alltag ist die Umsetzung schwierig. Aber starte doch lieber ruhig und nimm dir 10 Minuten mehr Zeit am Anfang. Die 10 Minuten die du am Anfang eingebüßt hast, kannst du doch einfach vom Spaziergang an sich kürzen. Das tut euch nicht weh. Im Gegenteil.
Aber mal ehrlich: Du weißt das ja eigentlich. Du weißt, dass du möglichst ruhig zum Spaziergang starten solltest, denn so wie der Spaziergang startet, so wird er höchstwahrscheinlich bleiben. Aber wie oft hast du schon den Fehler gemacht, hektisch aus der Tür zu stürmen, weil du noch tausend andere Dinge im Kopf hattest? Weil der Alltag zu voll ist und du halt jetzt mit dem Hund los musst. Dein Hund merkt das sofort – und schwupps, ist auch er total aufgeregt. Ergebnis: Chaos pur.
Hingegen ganz entspannt Schritt für Schritt zu starten. Kein Zerren, kein Stress, kein Drama – nur du und dein Hund. Das ist doch allemal besser als fix einen Sprint hinzulegen, der dazu noch viel zu aufregend ist, oder?
- Qualität statt Quantität – Weniger Strecke, mehr Entspannung
„Ich muss meinen Hund richtig auslasten!“ denkst du dir, und so läufst du stundenlang durch den Wald. Dein Hund nimmt jeden Reiz auf, schnüffelt wie verrückt, wird immer hibbeliger – und ist am Ende trotzdem nicht zufrieden.
Warum zu lange Strecken ein Problem sind:
Lange Strecken können deinen Hund schnell überreizen. All die Gerüche, Geräusche und Bewegungen draußen sind für deinen Hund wie ein vollgestopfter Tag auf einem Jahrmarkt. Statt müde und entspannt wird er überdreht und unruhig.
Dein Hund erlebt draußen eine wahre Reizflut: Gerüche, Geräusche, Bewegungen.
Nervös wie ein Duracell-Häschen auf Koffein, wird er von all den Eindrücken erschlagen. Gefühlt wie ein Drogenjunkie, der hektisch nach dem nächsten „Kick“ sucht. Und statt Ruhe zu finden, ist er komplett überreizt.
Wenn wir dann noch Kilometer abreißen, wird aus dem vermeintlich ausgelasteten Hund schnell ein überforderter Hibbelkopf.
Nach „Müde“ kommt ganz schnell „Doof“.
Und das gewünschte Fellknäuel, das entspannt im Körbchen liegt? Das kommt erst viel später – wenn überhaupt.
Mein Tipp:
Setz auf kurze, bewusste Spaziergänge mit Pausen und kleinen Übungen. Lass deinen Hund schnüffeln, Eindrücke verarbeiten und zur Ruhe kommen.
Es ist nicht die Länge des Spaziergangs, die zählt – sondern die Qualität!
Lieber kurze Runden mit viel Struktur, entspannten Schnüffelpausen und kleinen Übungen.
💜 Pausen einlegen: Lass deinen Hund schnüffeln und Eindrücke verarbeiten.
💜 Mini-Übungen einbauen: Einmal „Sitz“, ein ruhiges „Bleib“, eine kurze Strecke im „bei Fuß“ oder einfach mal gemeinsam innehalten.
💜 Ruhe einfordern: Wusstest du, dass Ruhetraining oft viel anstrengender für hibbelige Hunde ist als stundenlanges Laufen? Gerade für hibbelige Hunde ist das unglaublich fordernd – und genau deshalb so wertvoll.
Profi-Tipp:
Integriere Trainings- und Freizeitphasen in eure Spaziergänge.
Wechsel zwischen Ordnung und „Mir-ist-egal-was-der-Hund-macht“-Momenten. Doch dazu später nochmal mehr!
Probiere es aus, und du wirst sehen, wie dein Hund entspannter wird.
- Reden ist Silber, Schweigen bzw. Handeln ist Gold
„Brav! Nein! Sitz! Was machst du da? Komm hierher!“ – Du redest und redest, und dein Hund? Der schaut dich an wie ein Künstler sein Publikum – und macht… gar nichts oder genau das Gegenteil!
Kein Wunder, denn zu viel Gerede verwirrt. Hunde brauchen klare Signale, keine Dauermonologe. Also Schluss mit dem Redeschwall – heute wird’s klar, freundlich und konsequent!
Warum das ständige Gerede ein Problem ist:
Wenn du zu viel redest, verliert deine Stimme an Bedeutung. Dein Hund hört dir einfach nicht mehr zu, weil alles für ihn gleich klingt. Außerdem nimmst du deinem Hund die Möglichkeit, selbstständig auf dich zu achten. Warum sollte er hinschauen, wenn du eh alles kommentierst? Außerdem lernen Hunde durch Beobachtung, nicht durch Geplapper. Wenn wir ständig reden, verliert jedes Wort seine Bedeutung.
Das Ergebnis? Dein Hund reagiert nicht, du wirst frustriert – und der Spaziergang endet im Kommunikationschaos.
Mein Tipp:
Reduziere deine Worte. Sprich nur, wenn es nötig ist, und dann klar, freundlich und motivierend. Dein Hund wird deine Signale ernster nehmen und aufmerksamer werden – und ihr beide werdet entspannter. Ganz nach dem Motto: Weniger reden, klarer handeln.
💜 Sprich nur einmal: Ein klares Signal reicht. Wiederholungen verwässern die Bedeutung.
💜 Handle konsequent: Reagiert dein Hund nicht, korrigiere sanft, aber bestimmt. Und dann gebe deinem Hund bitte auch eine Alternative oder einen weiteren freundlichen Hinweis, was du eigentlich möchtest.
💜 Lobe: Jede gelungene Reaktion wird gefeiert – mit deiner Stimme, deiner Energie und vielleicht einem kleinen Leckerli.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Du sagst freundlich „Komm“ und dein Hund bleibt wie angewurzelt stehen. Was jetzt?
🔸 Warte nicht passiv ab. Stattdessen setze ein kurzes, impulsives „Hey!“ (oder etwas wo dein Hund weiß „oh, da hab ich etwas falsch gemacht“) ein. Intuitiv und körpersprachlich.
🔸 Sobald dein Hund reagiert, bestätige ihn und motiviere ihn mit einem fröhlichen „Super, komm her!“.
🔸Wenn er nach dem „Hey“ nicht reagiert hat, dann gebe nochmal freundlich das Signal „Komm“.
Nur wenn du zwischen freundlich motivierend und energievoll korrigierend wechselst, dann kann dich dein Hund verstehen. Dann kann er verstehen was richtig und was falsch ist.
Dein Hund wird schnell merken: Deine Worte bedeuten etwas. Du bist der Fels in der Brandung, der ihn klar und liebevoll durch den Spaziergang führt.
Das Ziel: Mit klarer Kommunikation und gezielten Signalen wird der Spaziergang entspannter – für dich und deinen Hund. Weniger Frust, mehr Harmonie.
Du bist mit deinem Hund unterwegs, da taucht plötzlich ein anderer Vierbeiner auf – und dann auch noch der Endgegner. Dein Puls steigt, du wirst unsicher, dein Hund spannt sich an und du musst entscheiden, was zu tun ist.
Was machst du? Schnell wegdrehen? Oder doch mit aller Kraft dagegenhalten?
Beides sind typische Reaktionen – und beide sind nicht wirklich zielführend.
Warum das beides ein Problem ist:
Entweder überforderst du euch, weil du zu schnell in eine viel zu schwierige Situation hinein gehst, zu viel von dir und deinem Hund verlangst.
Oder du entscheidest, umzudrehen, bevor es eskaliert. Dein Hund denkt: „Das war gefährlich!“ Wenn du ständig schwierigen Situationen ausweichst, lernt dein Hund nie, damit umzugehen. Stattdessen festigt sich die Unsicherheit, und die Probleme werden immer größer. Außerdem nimmst du bei einer Flucht euch die Chance auf ein Erfolgserlebnis, weil du dich der Situation komplett entziehst.
Mein Tipp: Die Goldene Mitte führt euch zum Ziel
Bleib an der Grenze des Machbaren. Geh so weit, wie du sie kontrollieren kannst, wie du dich sicher fühlst, und bleib dabei entspannt. Genau bis zu dem Punkt, an dem du denkst: „Ja, das geht gerade noch.“
Das ist eure Komfortzone PLUS – und genau dort passiert Wachstum. Das gibt deinem Hund die Chance, positive Erfahrungen zu sammeln und Vertrauen in dich zu entwickeln.
Warum ist das wichtig?
Nur wenn ihr euch Herausforderungen stellt, sammelt ihr positive Erfahrungen – und nur dann werdet ihr sicherer.
Jedes kleine Erfolgserlebnis stärkt das Vertrauen zwischen dir und deinem Hund.
Und wenn es mal holprig wird?
Atme tief durch. Deine Ruhe gibt deinem Hund Halt. Bleib klar, aber freundlich. Und wenn du merkst, dass ihr an eure Grenze kommt, zieh euch bewusst zurück – aber nicht panisch. Pausen sind okay, eine komplette Flucht ist es nicht.
Und jaaaaa. Ich weiß. Im Alltag kann man Situationen oft nicht so steuern, dass man alles im Griff hat. Das ist Alltag und das ist vollkommen in Ordnung.
Es geht mir hier nur generell darum wie du mit schwierigen Situationen umgehen solltest. Damit du wenigstens einen Plan hast. Denn nur wenn DU einen Plan hast, kannst du deinem Hund Sicherheit bieten.
Negative Erfahrung? Nimm es als Lernerfahrung und mach´s das nächste Mal besser!
- Monotonie oder Training ohne Pause – beides ist ungünstig! Schaffe verschiedene Gassimodi.
Wenn euer Spaziergang immer gleich aussieht: Gleiche Strecke, gleiches Tempo, gleiche Schnüffelwiese – jeden Tag. Dein Hund weiß schon ganz genau, wo die nächste Markierung wartet, er weiß genau, wann er mal stehen bleiben muss und wann du was verlangst. Er läuft gelangweilt vor sich hin. Ihr trottet nebeneinander her, ohne so richtig miteinander zu sein. Ihr geht, weil ihr halt raus geht. Eher uncool.
Oder das Gegenteil: Du verlangst deinem Hund alles ab – Rückruf, bei Fuß, Sitz, Platz, Bleib – und das alles nonstop, ohne Pause. Ihr geht immer andere Strecken. Du baust immer Neues ein. Du verlangst, machst und tust. Irgendwann denkt sich dein Hund: „Können wir jetzt bitte einfach mal Gassi gehen, statt hier die Prüfungsaufgaben der Hundeschule zu wiederholen?“ Stress pur – für euch beide.
Mein Tipp: Struktur mit Spaß und Pausen
Dein Spaziergang braucht Abwechslung – aber mit System! Keine starren Regeln, sondern eine bewusste Mischung aus spielerischem Training und entspannter Freizeit.
💜 Spielerisches Training:
Hier bist du penibel – aber mit Spaß! Arbeite an der Leinenführung, am Rückruf oder anderen Übungen, und zwar mit Motivation, Freude und Ehrgeiz. Dein Hund spürt, dass du engagiert bist, und zieht mit. Aber Achtung: Kurz und knackig – keine Dauerschleife! Lieber kurze knappe Einheiten, aber dafür erfolgreich. Lieber immer mal woanders, als immer an der selben Stelle. Lieber dann, wenn euch danach ist und wenn ihr beide einen klaren Kopf habt.
💜 Freizeit:
Leine locker, Tempo runter, schnüffeln erlaubt! Hier darf dein Hund Hund sein. In dieser Phase entspannt ihr beide, und dein Hund kann Eindrücke verarbeiten. Solange er niemanden stört, ist (fast) alles erlaubt.
Woher weiß mein Hund, wann was gilt?
Nutz einen einfachen Trick: Nutze unterschiedliche Anleintechniken.
Als Beispiel:
Es herrscht der Trainingsmodus: Lein deinen Hund am Geschirr vorne an der Brust oder am Halsband an. Das heißt: Ab jetzt ist volle Konzentration auf euch angesagt.
Es herrscht der Freizeit: Lein deinen Hund am Geschirr hinten an. Das heißt: Ihr könnt jetzt locker bleiben und genießen.
So weiß dein Hund genau, wann er gefordert ist und wann er entspannen darf. Und du kannst klar zwischen Fokus und Freiheit unterscheiden. Der Vorteil für dich: Du kannst mega konsequent sein, weil du dich nur im Trainingsmodus auf deinen Hund konzentrieren musst. Und du machst dir mühsam aufgebautes nicht wieder kaputt, weil alles wischi waschi wird.
Ein Beispiel aus dem Alltag – Ihr geht gemeinsam los:
1️⃣ Spielerisches Training: Ihr übt das „bei Fuß“ für ein paar Minuten mit voller Konzentration.
2️⃣ Freizeit: Lass deinen Hund danach ein paar Minuten schnüffeln und entspannen.
3️⃣ Trainingsmodus: Ihr kommt in eine Hundebegegnung. Natürlich ist jetzt Ordnung angesagt.
4️⃣ Freizeit: Um Anspannungen wieder abzubauen, darf dein Hund sich wieder freier bewegen.
5️⃣ Und wieder Training: Ein kurzer Rückruf oder ein spaßiges „Such-Spiel“, ein „bei Fuß“.
6️⃣ Freizeit: Und zum Abschluss nochmal die Leine lockern und den Spaziergang entspannt ausklingen lassen.
Dieser Wechsel macht nicht nur euch beiden Spaß, sondern sorgt auch dafür, dass dein Hund genau weiß, wann er voll da sein soll mit der Aufmerksamkeit und wann er Hund sein darf. Das gibt ihm Orientierung und dir Entspannung.
Warum ist dieser Wechsel wichtig?
Ein Mix aus Training und Freizeit bringt Abwechslung und Klarheit in eure Spaziergänge. Hunde, die ständig trainiert werden, verlieren oft die Freude – und Hunde, die nur im gleichen Trott laufen, verlieren den Kontakt zu ihrem Menschen.
Der goldene Mittelweg sorgt dafür, dass dein Hund aufmerksamer wird, gleichzeitig Spaß hat und ihr als Team enger zusammenwachst.
Außerdem können sowohl du, als auch deine Fellschnute nicht den ganzen Spaziergang voller Fokus sein. Mit dem Wechsel schafft ihr euch immer mal Aufmerksamkeitspausen. Du bist im Trainingsmodus penibler und eindeutiger. Somit kommt ist die Verbindlichkeit von Signalen mehr gegeben!
- Fokussier dich aufs Positive. Belohne die Freiwillige Aufmerksamkeit deines Hundes
Dein Hund schaut zu dir, bleibt stehen, wartet, orientiert sich – und du merkst es nicht. Warum? Weil du gerade in Gedanken bist.
Hundehalter merken leider sofort, wenn ihr Hund etwas falsch macht – er zieht an der Leine, hört nicht auf ein Signal, oder läuft sonst wo hin. Aber was passiert, wenn dein Hund aus freien Stücken alles richtig macht? Viele verpassen genau diese Momente. Du auch?
Das Thema ist Folgendes:
Dein Hund schaut dich an, läuft dir hinterher oder bleibt an einer Kreuzung von sich aus stehen. Aber weil du nichts gesagt hast, weil du es nicht bestätigt hast, weil du es vielleicht auch übersehen hast, steht er da und bekommt für „Gutes Verhalten“ keine Rückmeldung.
Warum das Nichtbeachten dieser kleinen Momente ein Problem ist:
Wenn du die kleinen, positiven Gesten deines Hundes übersiehst, lernt er, dass es sich nicht lohnt, auf dich zu achten. Ergebnis? Dein Hund lernt, dass es keinen Unterschied macht, ob er den Kontakt zu dir sucht oder nicht. Er wendet sich lieber spannenderen Dingen zu.
Mein Tipp:
Belohne jede freiwillige Kontaktaufnahme. Ein kurzer Blick, ein kleiner Schritt zu dir – all das sind Momente, die zeigen, dass dein Hund auf dich achtet. Bestätige ihn dafür, und du wirst sehen, wie oft er das wiederholt.
Ab heute heißt es: Fokus auf das Positive!
💜 Dein Hund schaut dich an? Belohne ihn mit einem Lächeln, Lob oder einem Leckerli.
💜 Er läuft dir nach? Sag „Gut gemacht!“ und zeig ihm, dass du es bemerkst.
💜 Er orientiert sich an dir, ohne dass du etwas gesagt hast? Jackpot – freu dich mit ihm und verstärke das Verhalten!
Dein Hund wird merken, dass sich Kontaktaufnahme zu dir lohnt. Es stärkt eure Bindung, macht ihn aufmerksamer, und ihr werdet ein eingespieltes Team.
Förder den Kontakt zu dir! Achte ab heute besonders darauf, wann dein Hund dich freiwillig und ohne, dass du etwas gesagt hast, anschaut, folgt oder Orientierung zeigt – und belohne es jedes Mal. Keine Geste ist zu klein! Mach das zur neuen Gewohnheit und sieh, wie dein Hund sich immer mehr auf dich konzentriert.
Im Übrigen, falls du nochmal nachlesen möchtest, wie du die Freiwillige Umorientierung auch unter Ablenkung, wenn plötzlich etwas auf eurem Spaziergang auftaucht, erreichst, dann schau unbedingt noch auf meinen Blogbeitrag zur Freiwilligen Umorientierung vorbei!
- Triff die Entscheidungen für deinen Hund. Zeig eine klare Führung!
Ihr seid unterwegs, und da kommt ein Spaziergänger mit einem riesigen, klatschnassen Regenschirm. Für dich nichts Besonderes – für deinen Hund? Ein potenzielles Monster auf zwei Beinen! Während der Spaziergänger näher kommt, wird dein Hund immer unruhiger. Er fixiert den Schirm, er bleibt stehen, die Ohren zucken, sein Körper spannt sich an, er zieht an der Leine.
Du denkst dir vielleicht: „Ach, das wird schon…“ Aber für deinen Hund sieht es ganz anders aus. Er hat keinen Plan, was er tun soll. Und wenn du jetzt nicht aktiv wirst, trifft er seine eigene Entscheidung – und die entspricht oft nicht deinen Wünschen.
Vielleicht verbellt er den Schirm, springt nach vorn oder versteckt sich. Chaos pur! Und dein Hund steht jetzt im Regen, denn er wusste sich halt nicht anders zu helfen.
Warum das ein Problem ist, wenn du deinen Hund nicht unterstützt:
Hunde fühlen sich sicherer, wenn sie wissen, dass du die Situation im Griff hast. Wenn du wartest, bis dein Hund selbst entscheidet, kann das schnell ins Chaos führen. Außerdem ist es schwieriger einen Hund aus der Umsetzung seines bereits festgelegten Planes herauszuholen, als ihm beim Pläne schmieden und richtigen Entscheidungen treffen zu unterstützen. Du solltest immer agieren, bevor es eskaliert, um nicht immer nur reagieren zu müssen.
Mein Tipp: Erkenne solche Momente, bevor sie eskalieren, und übernimm bitte die Führung.
Dein Hund braucht dich genau jetzt als Orientierungspunkt. Gib ihm frühzeitig eine Aufgabe und sag ihm, was er tun soll!
Was ist frühzeitig? Sobald dein Hund etwas länger beobachtet, er die Anzeichen wie steif werden, fixieren, kurzes stehen bleiben und ähnliches zeigt. Dies ist der Moment in dem du anfangen solltest zu handeln!
Sag deinem Hund z. B. dass er Blickkontakt zu dir aufnehmen soll. Sag ihm, dass er zu dir kommen soll, dass er hinter dir bleiben soll, dass er zur Seite gehen und ausweichen soll! Zeig ihm, dass du jetzt die Situation übernimmst, indem du deinen Hund hinter dir parkst.
So vermittelst du deiner Fellschnute: „Ich hab das im Griff, du kannst dich entspannen!“ Und genau das stärkt euer Vertrauen und euer Teamwork.
Erkenne genau diese Momente und handel, bevor es dein Hund tut!
Fazit: Gassi gehen kann so schön sein!
Vielleich ist es jetzt bei euch noch stressig. Vielleicht sind eure Spaziergänge an der einen oder anderen Stelle wuselig und unentspannt. ABER: Entspannte Spaziergänge sind kein Traum, sondern das Ergebnis von kleinen, bewussten Veränderungen. Schritt für Schritt könnt ihr euch gemeinsam weiterentwickeln. Integriere diese Tipps in deinen Alltag und in deinen Spaziergang und berichte gern, was sich ändert.
Du bist der Drehbuchautor, dein Hund der Hauptdarsteller – und zusammen könnt ihr das perfekte Team werden.
Manchmal sind es genau diese Herausforderungen, an denen ihr wachst. Und glaub mir: Es lohnt sich, immer wieder kleine Schritte zu gehen, statt nach schnellen Lösungen zu suchen.
Und wenn es unentspannt bleibt, du absolut nicht mehr weiter weißt, dann schau nochmal genauer hin! Bzw. lass dir helfen! Manchmal braucht es einen Blick von außen, um die richtigen Hebel zu finden. Genau dafür gibt’s den kostenlosen Hundeheldinnen Check-in:
✨ Ein lockeres, kostenloses Gespräch für Klarheit und erste Impulse.
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✨ Der erste Schritt zu einem entspannten Alltag mit deinem Hund.
Ich freu mich darauf euch kennenzulernen!
Setzt die Tipps um, probiert Neues aus, und ihr werdet merken, wie viel entspannter eure Gassirunden werden.
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Hat dir der Beitrag geholfen? Hattest du AHA Momente?
Hallo Annett,
Filou und ich haben an deiner 7-Tage-Challenge teilgenommen und ich hatte einige „AHA-Momente“.
So langsam werden Zwei- und Vierbeiner ein Team. Ich bemerke jeden Tag, dass Filou versucht sich immer ein wenig mehr an mir zu orientieren. und lobe ihn mal mit Leckerli oder Worten dafür.
Geändert habe ich nur:
ihn viel öfter Hund sein lassen indem er ausgiebig schnüffeln kann, mehr auf mein Bauchgefühl zu hören und ein ganz wichtiger Punkt
ihm zu zeigen, dass ich bemerkt habe das er immer öfter versucht sich an mir zu orientieren. ( z.B. wenn er nicht weiß ob wir an einer Kreuzung nach links oder rechts abbiegen wollen er langsamer läuft,oder er kurz den Kopf nach hinten zu mir dreht oder er wenn wir eine Straße überqueren wollen neben mir stehen bleibt und nicht wie vorher einfach auf die Straße laufen wollte)
DANKE für diese wertvollen Tipps und danke, dass du dein Wissen teilst.
Liebe Grüße
Filou und seine zweibeinige Erziehungsberechtigte
Liebe Gabi. Danke für deinen Bericht und die schönen und lieben Worte. Macht bitte weiter so!